Lady Delicious

Dae-Mon

30. November 2014
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Berlin hat eine neue Scene-Location. Fast wie in New York oder London fühlt man sich in diesem neuen Restaurant. Korean-Fusion ist das Konzept, welches vom gesamten ehemaligen Team des Hyatt unter Song Lee und dem Betreiber des trendigen, aber doch noch traditionellen Kimchi Princess, Hyan Wanner, hier umgesetzt wird. Man erkennt kaum den Eingang zu den heiligen Hallen, sehr dunkel, das Essen wie ein Gral beleuchtet.

SAM_0502Innen empfängt einen cooles Design und die offene Küche, fast fühlt man sich am Chefstable, nur der Abzug ist noch verbesserungwürdig.

SAM_0487

Die Speisekarte erscheint zunächst kryptisch und ist erklärungsbedürftig, aber der außerordenlich freundliche (mehr …)

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Küchenwerkstatt

Die Küchenwerkstatt im schönen Stadtteil Winterhude in Hamburg bietet das verführerische Konzept zwischen 3 bis 10 Gängen wählen zu können, was dazu führte, dass wir natürlich 10 aßen! Die Räumlichkeiten sind modern klassisch gehalten, so dass wir auch gerne verweilen wollen, insgesamt 5h!

Essen 035

Aber nun zum wichtigsten, dem Essen: Zum Anfang gab es köstliches selbstgebackenes Brot mit Olivenöl aus Sardinien, der 1. Gang bestand aus einer leicht geräucherten, fast rohen Forelle mit Wasabi-Eis, dann folgten: Kanninchenmousse mit Panchetta gepresst, Mandelsüppchen mit Langustinenschwänzen, gegrilltes Gemüse, Kutteln, Kabeljau mit eiem Zitronenmousse, nur aus dem weißen der Zitrone, ein ganz köstliches orientalisches Lamm, Ziegenkäse mit konfierten Tomaten, Mangomarshmallows und Himbeeren mit Basilikomsorbet und Balsamikoessig.

Essen 045

Das alles war von hoher Qualität, manches sehr, sehr lecker, manches jedoch gewöhnungsbedürftig. Der Koch hat einen ausgeprägten Faible für Zitronen, den ich nur begrenzt teile, daher auch 4 nicht 5 Punkte. Die Weinbegleitung war köstlich, der Service, wir wurden von der Eigentümerin, die Frau des Kochs, bedient, excellent. Wir gingen glücklich nach Hause, roll, roll, roll, roll…..

Hans-Henny-Jahnn-Weg 1, 22085 Hamburg, 040 22927588

http://www.kuechenwerkstatt-hamburg.de/


Avec – Chicago

Das Avec ist eine Tapasbar ungewöhnlicher Art. Man sitzt entweder an einer sehr langen Theke oder an größeren Tischen mit anderen Leuten, die Lautstärke ist dementsprechend, aber man kommt nett ins Gespräch. Für Chicagoer Verhältnisse hat der Laden auch recht lange geöffnet, bis Mitternacht gibt es warme Küche. Und diese ist spannend. Es gibt lauter kleine Gerichte aus allen Herren Ländern, Hünchenleber-Mousse (genial!!), Entenkeule mit marinierten Pflaumen, gefüllte Datteln, Fisch mit Austernpilzen und Speck, alles sehr bezahlbar, ca. 10 $ pro Gericht, man sollte das alles teilen, um möglichst viel zu kosten, und hungrig sein!

W Randolph St 615, IL 60661 Chicago, +1 312-377-2002

http://www.avecrestaurant.com/


Commerc24

24. Februar 2009
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Leider kann ich mir das El Bulli noch nicht leisten, bzw. hat der Laden ja auch die Hälfte des Jahres zu und man bekommt erst einen Tisch, wenn die Geschmacksnerven schon abgestorben sind.
Eine sehr tröstliche Alternative bietet das Commerc24 in Barcelona im hippen Ausgehviertel Born. Der Koch, Abellon, hat nämlich bei Feran Adria gelernt, und das Ergebnis ist ganz köstlich. Lauter Tapas stehen auf der Karte, aber natürlich keine normalen, es gibt Tunfisch-Pizza-Sashimi, Popkorn mal ganz anders, Melone mit Schinken, ebenso. Das alles ist molekular angehaucht, aber immer mit einem sehr ungewöhnlichen Twist.
Wir wählten das Tapasmeü, sehr kreativ und total bezahlbar, 52 €!!, unglaublich, man sollte reservieren, dies ist aber definitiv einfacher als im El Bulli.

commerc 24, 08003 Barcelona, +34 93 319 2102

http://www.carlesabellan.com/english/index.html


Two Fat Ladys

Allein der Name zog mich an, Ähnlichkeiten mit der Autorin sind natürlich rein zufällig. Ein winziges Restaurant in einer trendigen Gegend von Glasgow, man muss unbedingt reservieren. Die Küche ist auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert, aber bereitet sie sehr kreativ und innovativ zu. So gab es Jakobsmuschels mit Chili und Koriander, Heilbutt mit Haloumi und Pinienkernen und als Nachtisch sollte man unbedingt die große Dessertplatte nehmen, bombastisch, 3 Varianten Creme Brulee, Erdbeer-Baiser, Schokotörtchen mit heißer Schokolade innen, hmmmm. Der Name ist Programm!

88 Dumbarton Road, Glasgow G11 6NX , +44 1413 391944


Die Spindel

“Die Müggel ist bös”, dieser Satz stammt von Fontane, und manchmal haben Dichter nicht ganz Unrecht.
Dabei bin ich mit ganz anderen, nämlich positiven, Erwartungen in den fernen Osten aufgebrochen:
Der ehemalige Sommelier vom Rutz hat sich mit der Spindel selbständig gemacht, bekocht wird man von einem ehemaligen Koch des Vau und Tantrisableger, das kann doch nur gut werden, auch alle Kritiken waren voll des Lobes.
Der Auftakt war auch ganz prächtig, es gab fantastische Bouletten mit Gurken-Kartoffelsalat als amuse gueule. Dann kam die Vorspeise, eine Art italienischer Saumagen, der doch sehr intensiv nach Innereien schmeckte. Das wird wahrscheinlich korrekt zubereitet sein, aber sehr schade war, dass ich trotz mehrfachen Nachfragens nie eine Antwort bekam, was genau Saumagen sei, ja, hmm, sehr lecker, mehr konnte ich leider nicht erfahren, sonst hätte ich es wohl eher nicht bestellt. Als Begleitung gab es sehr guten Veltliner, immerhin.
Mit der darauffolgenden Weinbegleitung lief es nicht so glatt. Unaufgefordert wurde uns ein Rotwein, Cuvee V, kredenzt. Dieser war handwerklich sicher in Ordnung, nur hasse ich intensiven Holzausbau und den dazugehörigen Vanillegeschmack. Man versprach, mir etwas anderes zu bringen, ohne mich jedoch näher anzuhören, was ich vielleicht wolle. Außerdem dauerte es mindestens 15 min. bis ich etwas anders bekam. Auch dieser Versuch schlug fehl, der 3. Wein schmeckte. Das hat nix mit der Weinqualität zu tun, sondern mit dem Service. Dieser ist sehr jovial, aber auch sehr selbstgefällig, er macht das schon, Kundenwünsche sind Nebensache.
Wir wurden zur extremen Nebensache, als sich das Restaurant füllte, anscheinend lauter gute Freunde des Hauses, für diese wurde auch eine 95er Magnumflasche Rotwein aus dem Keller geholt, während ich auf dem Trockenen saß.
Und verhungert wäre ich auch bald, denn der 2. Gang kam nach 2 Stunden, Verzweiflung. Leider versagte hier auch noch die Küche, es gab Allerlei von Lamm, (angekündigt waren 4 Varianten, wir bekamen 3,”ist aus”, warum spricht man nicht mit uns vorher?), und das war dem Preis von 21 € nicht angemessen. Das gebratene Stück war zu durch, das geschmorte sehr sehnig, die Leber trocken. Es war nicht so katastrophal, dass man es zurückgehenlassen konnte, aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmte hier gar nicht.
Außerdem:
Inzwischen wollten wir nur noch weg.
Das Restaurant ist vom Ambiente sehr ansprechend und findet auch regen Zuspruch, aber uns hat es leider nicht glücklich gemacht.
Wir sind dann in den Westen zu guten Drinks in die Victoria Bar geflohen. Und alles wurde gut!

Bölschestr. 51, 12587 Berlin, 030 6452937

 www.spindel-berlin.de


Gonpachi

Beim Gonpachi handelt es sich in etwa um das Hofbräuhaus auf japanisch. Das Restaurant besteht aus einer riesigen Halle, in der Mitte stehen die Köche und grillen, kochen und schreien, was, habe ich nicht verstanden, ach.
Die Einrichtung ist wie in Shoguns Zeiten, alles ist aus Holz, man sitzt am Boden, teilweise in kleinen Separees. Das Essen ist durchschnittlich, aber für das Spektakel lohnt es sich.
Das dachte sich wohl auch Tarantino, denn er hat die Schlachte-Restaurant-Szene für Kill Bill I hier gedreht. Der amerikanische Präsident war daraufhin auch zu Gast. Also, wichtig, wichtig. Das sonstige Publikum besteht, wie sollte es anders sein, zu einem großen Anteil aus Touristen.

Roppongi, Tōkyō

www.global-dining.com

 


Man Ray

12. Dezember 2008
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So ein Desaster hatte ich schon lange nicht mehr. Dabei kannte ich den ,leider inzwischen ehemaligen, Besitzer, und der kocht wirklich gut, aber seit 6 Wochen ist er nicht mehr dabei. Also, frohen Mutes lasen wir die ansprechende Speisekarte, und bestellten erst einmal als Aperitiv Champagner. Wie wir nach einer ziemlichen Weile erfuhren, war dieser ausgetrunken, man bot uns stattdessen Cremant an, obwohl noch ein weiterer Champagner auf der Karte stand, anyway. Wir bestellten Steinpilzrisotto und Tortellini. So ein grauenhaftes Risotto hatte ich, glaube ich, noch nie. Es war leider zu Babybrei mutiert, so zahnlos bin ich noch nicht, auch die Tortellini waren leider versalzen und in Petersilie ertränkt. Wir beschwerten uns. Es folgte eine umfassende Erklärung, dass der unfähige Koch heute Mittag gefeuert worden wäre, der hätte aber noch das Risotto vorbereitet usw. (Seit wann bereitet man Risotto nicht frisch???).Wir warteten hoffnungsfroh auf die Hauptspeisen vom NEUEN Koch. Der Seewolf war aus, das erfuhren wir erst jetzt, o.k., also Steak und Tunfisch. Der Tunfisch war DURCHGEBRATEN, obwohl ich vorher 1000 x gefragt hatte, ob er auch wirklich innen roh und nur ganz kurz in der Pfanne gewendet würde.
Das Steak ging, aber für 25 € total überteuert, da geh ich lieber ins Grill Royal, trotz Schnöselservice. So, also ich ließ den Tunfisch zurückgehen um 5 Minuten später wieder einen durchgebratenen Tunfisch zu bekommen, ich war verzweifelt! Ich verkündete, ich würde es jetzt aufgeben, und schlug vor, auch diesen Koch zu feuern. Darauf kam nach 5 Minuten ein besser, sprich roherer Tunfisch, aber ohne Beilagen, Sauce etc. Ich fragte verwundert, was das solle. Ja, sie wollten nur zeigen, dass sie das mit dem Tunfisch hinbekämen (toll, im 3.Anlauf).
Und jetzt kommt das Beste: Der Tunfisch stand auf der Rechnung! Erst nach einer Bemerkung meinerseits, ich wäre sicher, sie hätten den Tunfisch nicht auf die Rechnung setzten wollen, wurde er von selbiger heruntergenommen. Dann durften wir endlich gehen, hungrig und unglücklich.

Choriner Str. 72, Ecke Zionskirchstr., 10119 Berlin, 030 509 19 509

www.barmanray.de


Hakkasan

6. September 2008
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In London kann man unglaublich gut ethnologisch essen, kein Wunder also, dass sich hier einer der wenigen Dim Sum Chinesen mit Michelin-Stern befindet, und das zu Recht. Solche Dim Sums hatte ich noch nie, wie kostbare Kunstwerke, eigentlich wollte man sie gar nicht essen, aber doch, ja, immer mehr, hmmmm.
Das Desing des Ladens ist auch sternewürdig, hallenartig, mit vielen Säulen, dunkel, aber tolle Beleuchtungselemente.
Das Publikum ist entsprechend sehr trendig, edel und cool, passend zur location. Das waren wir nicht, aber fanden es trotzdem ganz toll.

8 Hanway Place, Covent Garden, London W1T 1HF,  +44 8712 238002


Tuk-Tuk

10. August 2008
1 Kommentar

Einer der wenigen Indonesier in Berlin. Er existiert seit 25 Jahren in Schöneberg und ist unverändert gut.
Und man fühlt sich auch gleich nach Bali versetzt. Unter Bambushütten zu indonesischer Gamelan-Musik wird eine riesige Reistafel serviert, Gado-Gado, Shrimps in Kokossud, Huhn in Tamarindensauce, Sate-Spießchen und vieles mehr, alles tadellos für wirklich kleines Geld. Dazu ein sehr freunlicher Service. Hier verbringt man einen rundum gelungenen Abend und bekommt Fernweh.

Essen 005

Großgörschenstr. 2, 10827 Berlin, 030 7 81 15 88

www.tuk-tuk-berlin.de/


    Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen

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