Lady Delicious

Nobelhart & Schmutzig

Was lange währt, wird endlich gut. Billy Wagner hat endlich sein, nun nicht mehr virtuelles, Restaurant eröffnet. und das kann sich sehen lassen, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Denn Vorhänge verhindern den Blick von außen. Innen kann man hingegen sehr viel sehen, die ganze Küche, unter Küchenchef Micha Schäfer, läßt sich auf die Teller schauen, an einem riesigen Bartresen sitzen ca. 25 Gäste darum. Wie bei einem Kitchentable sieht der Gast die Köche werkeln, und diese werkeln nicht schlecht. 10 Gänge werden serviert, no choice, set menu, 80€ inklusive Wasser, all you can drink. Die Küche ist schonungslos regional, ziemlich gemüselastig und kreativ: Topinambur mit Blutwurst, klare Selleriesuppe mit Lammfett, Schwarzwurzel mit frischen Haselnüssen sind nur einige Beispiele. Die Desserts sind etwas gewöhnungsbedürftig, sehr frisch, aber wenig süß und ohne Schokolade, die wächst hier ja auch nicht. Die Getränkeauswahl ist sensationel, kein Wunder, bei dem Chef. Billy Wagner liefert auf Wunsch zu jedem Gang die passende Begleitung, auch Cidre oder Bier kann dabei sein. Alles in allem ein äußerst interessantes Restaurant, was auch internationalem Standart standhält.

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Nobelhart&Schmutzig

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Dae-Mon

30. November 2014
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Berlin hat eine neue Scene-Location. Fast wie in New York oder London fühlt man sich in diesem neuen Restaurant. Korean-Fusion ist das Konzept, welches vom gesamten ehemaligen Team des Hyatt unter Song Lee und dem Betreiber des trendigen, aber doch noch traditionellen Kimchi Princess, Hyan Wanner, hier umgesetzt wird. Man erkennt kaum den Eingang zu den heiligen Hallen, sehr dunkel, das Essen wie ein Gral beleuchtet.

SAM_0502Innen empfängt einen cooles Design und die offene Küche, fast fühlt man sich am Chefstable, nur der Abzug ist noch verbesserungwürdig.

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Die Speisekarte erscheint zunächst kryptisch und ist erklärungsbedürftig, aber der außerordenlich freundliche (mehr …)


Alvis

26. Dezember 2011
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Das Restaurant Alvis im Hotel Albrechts Hof liegt in Mitte unweit der Friedrichstraße, aber jenseits der Massenströme, in einer ruhigen Seitenstraße. Das Haus blickt auf eine lange Tradition zurück, besteht schon seit 100 Jahren und beherbergte sogar schon Martin Luther King.

Die Speisen sind auch recht traditionell, wenn auch mit einem gewissen Twist. Man besinnt sich hier auf Brandenburger Spezialitäten, die man modern interpretiert . Das gelingt zu weilen, aber nicht immer. Das Pilzsüppchen als erster Gang des Dezembermenüs schmeckte gut, die Pilze waren frisch und variantenreich, die Suppe cremig. Das Problem stellte der Hauptgang dar, die Galantine von der Ente, eine in Brühe gekochte Rollpastete, war trocken, die Kartoffeln mehlig und der Wirsing mit Speck überwürzt. Der Nachtisch hingegen, selbst gemachtes Mirabellenkompott mit Cassis Eis, versöhnte wieder.

Der Service war freundlich, die Weinauswahl überzeugend. Alles in allem sicher eine Möglichkeit, mal in Mitte abseits der Szene solide und bezahlbar essen zu gehen.
http://www.alvis-restaurant.de/de/das-restaurant.html


Grill Royal

16. Februar 2011
1 Kommentar

Alle Jahre wieder versammelt sich das Berlinalevolk in Berlin und as usual auch im Grill Royal, the place zum sehen und gesehen werden, in meinem Fall wohl eher ersteres, :-(.
Man sollte unbedingt reservieren, sonst ist es recht schwer, die heiligen Hallen zu betreten. Aber die Mühe lohnt sich, vor allem wegen der Steaks. Schnell vergisst man all die Stars und Sternchen, wenn so ein Porterhouse-Steak vor einem liegt. Vorher kann man es noch in der Vitrine bewundern, in welcher es lagert oder zuschauen, wenn es gebraten wird, die Küche ist zu meiner Freude verglast und das ist besser als jedes Kino. Es gibt Wagyu-Beef, dry-aged american prime cut, alles was den Steakfreund in Begeisterung versetzt und kurzzeitig den Flug nach New York spart.



Mein favorite ist das schon erwähnte Porterhouse, was man zu zweit isst, man sollte sich also keine vegane Begleitung suchen (wer will das auch), medium rare lacht es einen an und zerfließt auf der Zunge, hinterlässt dabei leckere Grillaromen und ergänzt sich hervorragend mit der köstlichen Sauce Bernaise und streichholzdünnen Pommes. Da lässt man doch glatt den nächsten Film verstreichen und bestellt noch ein Dessert.

www.grillroyal.com


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Dos Palillos

9. April 2010
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Berlin hat eine Neuentdeckung zu bieten,  Dos Pallilos, zwei Stäbchen, heißt das Restaurant im Hotel Casa Camper und überrascht mit einem Konzept, was es bisher in der Hauptstadt nicht gab. Es ist das zweite Restaurant eines Küchenchefs aus Barcelona, Albert Raurich, der bei Ferran Adria, dem Molekularguru, gelernt hat. Man sitzt an einem langen Tresen wie in einer Bar und kann den vielen Köchen zuschauen, wie sie unendlich viele kleine Köstlichkeiten zubereiten. Eigentlich bekommt man Tapas, aber asiatische. Man kann zwischen einem 12- und einem 16-Gang Menü wählen (45 € o. 60 €), und bekommt die entsprechende Anzahl von Häppchen. Das Prinzip läuft darauf hinaus, dass man sich alles teilt, also eigentlich von einem Tellerchen ißt. Nur kein Futterneid, man wird satt. Es gab: Karamelisierte Walnüsse, gebackene Wantans, jap. Salat mit Reisessig mariniert, vietnamesische Sommerrollen, Seeteufelleber in Ponzusauce, Onsenei, bei 63 Grad 30 min gegart, Tempura von Lotuswurzeln, Dumplings, selbstzurollende Maki, Gyoza, Tintenfischgemüse, Burger mit Ingwer, kantonesische Rippchen, und 2x Dessert. Alles hatte einen ungewöhnlichen Twist und war super lecker. Dazu gibt es eine gute Weinauswahl und phantastische Cocktails.

http://www.casacamper.com/berlin/dining/dospalillos-de.html
Weinmeisterstr.1, 10178 Berlin, 030-20003413


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Yumcha Hereos

30. Oktober 2009
4 Kommentare

Berlins Mitte ist hipp und die Gegend um die Torstraße noch hipper. Da bietet es sich an, mit hippen Restaurants auch gleich zu expandieren. Die Betreiber vom Toca rouge, einem innovativen Chinesen in der Torstaße, haben einen zweiten Laden im Weinbergsweg aufgemacht. Und da Berliner ja was auf ihre Weltoffenheit geben (siehe der Blog: wie werde ich ein Berliner) heißt der Laden nicht etwas Dim Sum Hereos,  sondern chinesisch politisch korrekt Yumcha Hereos. Das heißt nämlich Tee trinken, und zum Tee reicht man dann eben Dim Sums, kleine Teigtäschchen, und die sind ganz köstlich. Es gibt sie mit diversen Füllungen, mit Fleisch, Garnelen, Ingwer, Gemüse, gebraten oder gedämpft, aber es gibt auch größere Hauptgerichte, wie wirklich legendäre Rippchen. Man wird auch animiert, immer mehr zu bestellen, weil man in die Küche schauen kann, und lauter Bastkörbchen mit leckerem Inhalt auf einen warten. Die Einrichtung ist ansonsten schlicht, sehr modern, (unbedingt auf die Toiletten gehen!)und ist eine Mischung aus Imbiss und Restaurant. Es ist kein Ort zum stundenlangen Verweilen, doch durchaus ein Ort zum Wiederkommen.

http://www.yumchaheroes.de/

Weinbergsweg 8, 10119 Berlin, Tel.: 030-76213035


Veröffentlicht in chinesich
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Man Ray

12. Dezember 2008
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So ein Desaster hatte ich schon lange nicht mehr. Dabei kannte ich den ,leider inzwischen ehemaligen, Besitzer, und der kocht wirklich gut, aber seit 6 Wochen ist er nicht mehr dabei. Also, frohen Mutes lasen wir die ansprechende Speisekarte, und bestellten erst einmal als Aperitiv Champagner. Wie wir nach einer ziemlichen Weile erfuhren, war dieser ausgetrunken, man bot uns stattdessen Cremant an, obwohl noch ein weiterer Champagner auf der Karte stand, anyway. Wir bestellten Steinpilzrisotto und Tortellini. So ein grauenhaftes Risotto hatte ich, glaube ich, noch nie. Es war leider zu Babybrei mutiert, so zahnlos bin ich noch nicht, auch die Tortellini waren leider versalzen und in Petersilie ertränkt. Wir beschwerten uns. Es folgte eine umfassende Erklärung, dass der unfähige Koch heute Mittag gefeuert worden wäre, der hätte aber noch das Risotto vorbereitet usw. (Seit wann bereitet man Risotto nicht frisch???).Wir warteten hoffnungsfroh auf die Hauptspeisen vom NEUEN Koch. Der Seewolf war aus, das erfuhren wir erst jetzt, o.k., also Steak und Tunfisch. Der Tunfisch war DURCHGEBRATEN, obwohl ich vorher 1000 x gefragt hatte, ob er auch wirklich innen roh und nur ganz kurz in der Pfanne gewendet würde.
Das Steak ging, aber für 25 € total überteuert, da geh ich lieber ins Grill Royal, trotz Schnöselservice. So, also ich ließ den Tunfisch zurückgehen um 5 Minuten später wieder einen durchgebratenen Tunfisch zu bekommen, ich war verzweifelt! Ich verkündete, ich würde es jetzt aufgeben, und schlug vor, auch diesen Koch zu feuern. Darauf kam nach 5 Minuten ein besser, sprich roherer Tunfisch, aber ohne Beilagen, Sauce etc. Ich fragte verwundert, was das solle. Ja, sie wollten nur zeigen, dass sie das mit dem Tunfisch hinbekämen (toll, im 3.Anlauf).
Und jetzt kommt das Beste: Der Tunfisch stand auf der Rechnung! Erst nach einer Bemerkung meinerseits, ich wäre sicher, sie hätten den Tunfisch nicht auf die Rechnung setzten wollen, wurde er von selbiger heruntergenommen. Dann durften wir endlich gehen, hungrig und unglücklich.

Choriner Str. 72, Ecke Zionskirchstr., 10119 Berlin, 030 509 19 509

www.barmanray.de


Windhorst

9. November 2008
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Eine kleine versteckte Bar neben der ehemaligen Amerikanischen Botschaft. Nach dem 11.Sep. 2001 wurde man eine Zeitlang durchsucht, bevor man in die Bar gelangte, aus Sicherheitsgründen, fast wie im Kalten Krieg. Drinnen wird man mit vorzüglichen Drinks belohnt, sehr kreativ, der einzige Watermelonman meines Lebens, der schmeckt; der Schwerpunkt liegt auf Cuisinestyle mit Kräutern wie Salbei, Estragon etc, oder Infusionen. Alles sehr gut gemixt und für Verhungerte gibt es auch noch leckere Aufschnittplatten mit Chorizo, Manchegoetc.

Dorotheenstr. 65, 10117 Berlin, 030 20450070

www.windhorst-bar.de


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