Lady Delicious

Nobelhart & Schmutzig

Was lange währt, wird endlich gut. Billy Wagner hat endlich sein, nun nicht mehr virtuelles, Restaurant eröffnet. und das kann sich sehen lassen, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Denn Vorhänge verhindern den Blick von außen. Innen kann man hingegen sehr viel sehen, die ganze Küche, unter Küchenchef Micha Schäfer, läßt sich auf die Teller schauen, an einem riesigen Bartresen sitzen ca. 25 Gäste darum. Wie bei einem Kitchentable sieht der Gast die Köche werkeln, und diese werkeln nicht schlecht. 10 Gänge werden serviert, no choice, set menu, 80€ inklusive Wasser, all you can drink. Die Küche ist schonungslos regional, ziemlich gemüselastig und kreativ: Topinambur mit Blutwurst, klare Selleriesuppe mit Lammfett, Schwarzwurzel mit frischen Haselnüssen sind nur einige Beispiele. Die Desserts sind etwas gewöhnungsbedürftig, sehr frisch, aber wenig süß und ohne Schokolade, die wächst hier ja auch nicht. Die Getränkeauswahl ist sensationel, kein Wunder, bei dem Chef. Billy Wagner liefert auf Wunsch zu jedem Gang die passende Begleitung, auch Cidre oder Bier kann dabei sein. Alles in allem ein äußerst interessantes Restaurant, was auch internationalem Standart standhält.

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Nobelhart&Schmutzig

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Bar Raval

12. April 2011
2 Kommentare

Das Viertel Raval in Barcelona entspricht in etwa vom Flair dem Berliner Bezirk Kreuzberg. Daher ist der Name der Tapas Bar sehr passend. Am Görlitzer Park hat Daniel Brühl seine Sehnsucht nach seiner zweiten Heimat gestillt und eine echte Tapas Bar ohne Volklorekitsch eröffnet: Chic, hipp, trendy, aber eben nicht schnösel-Mitte.

Eine offene Küche macht Appetit, am Tresen kann man stehen oder sitzen, aber auch im etwas gesetzteren Restaurantbereich, und kleine, sehr leckere Tapas verzehren. Es sind traditionelle Häppchen, Pimentos a la Patron, Chorizo, Tortilla u.ä., alles frisch und schmackhaft; nicht unbedingt innovativ für Barcelona, für Berlin aber schon.
Man möchte gerne weiterziehen, wie in Spanien, leider geht das noch nicht, aber es ist ein Anfang.

Bar Raval


Veröffentlicht in Spanien
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Tim Raue

5. November 2010
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Tim Raue hat sich selbständig gemacht, endlich, der Kolibri, aus dem Käfig entflogen, ist Logo des Restaurants und zugleich Symbol der Freiheit. Zurück zu seinen Wurzel hat er das Restaurant in Kreuzberg eröffnet. Die Einrichtung ist chic, aber nicht steif, hell, offen. Das Servicepersonal wurde vom Ma gleich mitgenommen, so dass es diesbezüglich keine großen Veränderungen gibt. Die gibt es jedoch bei den Weinpreisen, die jetzt wesentlich kundenfreundlicher kalkuliert sind. Nun zum Wichtigsten, dem Essen: Auch hier sind wenig Veränderungen zum Ma festzustellen, was durchaus erfreulich ist. Alle Speisen sind als moderne Interpretation der asiatischen Küche zu verstehen und unglaublich gut umgesetzt. Man muss allerdings einen Hang zur Schärfe haben, um die Küche schätzen zu können.
Das Mittagsmenü zählt zu den besten Deals der Stadt. Für 38 € werden drei Gänge auf Sterneniveau angeboten, wobei man auch drei Hauptgänge wählen kann. Zum Anfang fiel die Wahl auf Dim Sums, gefüllt mit Hummer, Karotte und Ingwer, gefolgt von Kabeljau in Sojasud und dann der überragend schmeckenden Pekingente. Alles traumhaft, zum Nachtisch reichte die Zeit leider nicht. Aber es wird sicher bald ein nächstes „Mahl“ geben.
Tim Raue


MADANG

11. November 2009
5 Kommentare

Koreanisch ist im Trend. Nachdem die Küche in Berlin bisher weitgehend unbekannt war und nur von der koreanischen Gemeinde in traditionellen, zwar sehr leckeren, aber doch etwas angestaubten Restaurants genossen wurde, macht sich die 2. Generation auf, und entwicklet coole, hippe oder auch, wie in diesem Fall, eher imbissartige locations.

Das neue Restaurant in Kreuzberg wird aber durchaus auch von Koreaner gut besucht, aber jüngeren, und eben nun auch von ein paar Deutschen. Der Service ist grandios und erklärt die unbekannten Speisen begeistert und lehrreich. So gibt es Bibimbab, einen Reistopf mit sehr viel Gemüse, etwas Fleisch,einem Ei und scharfer Sauce, serviert in einem heißen Steintopf, oder einen Eintopf, dessen Name ich schon wirder vergessen habe, mit Schweinefleisch und Kimchi, einem 6 Wochen lang vergorenen Chinakohl.

Party 009

Zu allem gibt es kleine Beilagen, wie scharfe Gurken, Bohnen, Sprossen, Glasnudeln und vieles mehr. Die Preise sind extrem moderat, die Hauptgerichte liegen bei 7 €. In diesem Restaurant wird eine beeindruckende Vielfalt geboten, nicht auf höchstem Niveau, das gibt es manchmal in den alt eingesessenen koreanischen Restaurants besser, aber doch durchaus lohnend auszuprobieren.

Gneisenaustr.8, 10961 Berlin, 030-48827992


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