Lady Delicious

Berlin beißt sich durch

9. März 2011
1 Kommentar

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Damit die Blogautorin nicht nur online existiert, sondern der Nachwelt auch in Papierform erhalten bleibt, gibt es jetzt ein Buch über kulinarische Besonderheiten in Berlin für Eingeborene oder auch Neulinge in der Stadt.

Rund 200 Restaurants, Bars, Cafes, Märkte, Geschäfte, Kantinen und Imbisse werden vorgestellt.
Nie wieder Hunger!

Berlin beißt sich durch

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Küchenwerkstatt

Die Küchenwerkstatt im schönen Stadtteil Winterhude in Hamburg bietet das verführerische Konzept zwischen 3 bis 10 Gängen wählen zu können, was dazu führte, dass wir natürlich 10 aßen! Die Räumlichkeiten sind modern klassisch gehalten, so dass wir auch gerne verweilen wollen, insgesamt 5h!

Essen 035

Aber nun zum wichtigsten, dem Essen: Zum Anfang gab es köstliches selbstgebackenes Brot mit Olivenöl aus Sardinien, der 1. Gang bestand aus einer leicht geräucherten, fast rohen Forelle mit Wasabi-Eis, dann folgten: Kanninchenmousse mit Panchetta gepresst, Mandelsüppchen mit Langustinenschwänzen, gegrilltes Gemüse, Kutteln, Kabeljau mit eiem Zitronenmousse, nur aus dem weißen der Zitrone, ein ganz köstliches orientalisches Lamm, Ziegenkäse mit konfierten Tomaten, Mangomarshmallows und Himbeeren mit Basilikomsorbet und Balsamikoessig.

Essen 045

Das alles war von hoher Qualität, manches sehr, sehr lecker, manches jedoch gewöhnungsbedürftig. Der Koch hat einen ausgeprägten Faible für Zitronen, den ich nur begrenzt teile, daher auch 4 nicht 5 Punkte. Die Weinbegleitung war köstlich, der Service, wir wurden von der Eigentümerin, die Frau des Kochs, bedient, excellent. Wir gingen glücklich nach Hause, roll, roll, roll, roll…..

Hans-Henny-Jahnn-Weg 1, 22085 Hamburg, 040 22927588

http://www.kuechenwerkstatt-hamburg.de/


Kushinoya

Das Kushinoya ist eines der wenigen guten japanischen Restaurants der Stadt, kein Billig-Sushi, sondern lauter kleine Spießchen. Diese werden in einer leckeren, erstaunlich leichten Panade dargereicht. Die Varianz ist unendlich, Austern, Rinderfilet, Lotuswurzel, Jakobsmuschel, sogar Eis! Man wählt eine bestimmte Anzahl (zwischen ca. 10-30), kann dann aber durchaus erweitern, ich hatte 21, nichts war langweilig. Als Abschluss gibt es Grünteeeis (es lebe die neue Rechtschreibung) und Rote-Bohneneis. Das Ganze für 30 €, ein glücklicher Abend.
Nachtrag: der beste Platz ist unbedingt an der Theke, da lachen einen die ganzen Spießchen an.

Bleibtreustr. 6, 10623 Berlin, 030 31809897

http://www.kushinoya.jp/


Tangs Kantine

In dieser Gegend Kreuzbergs hatte ich kein interessantes chinesisches Restaurant erwartet, wurde aber eines Besseren belehrt.
Die Einrichtung ist kühl, aber nicht ganz frei von chinesischem Kitsch, was nicht uncharmant ist, aber gemütlich ist es nicht unbedingt. Die Bedienung kommt in chinesischem Kostüm einschließlich Häubchen, sehr hübsch. Auch freundlich, man schmeißt uns keineswegs um Mitternach raus, obwohl wir schon länger die letzten Gäste sind.
Zu Essen: Auf der Speisekarte sind die Gerichte recht liebevoll erklärt, man erfährt, dass z.B. den Schwiegereltern vom Schwiegersohn Ribbchen mitgebracht wurden, wenn man zu Besuch kam, dass Tontopfgerichte im Winter serviert werden etc.. Wir probierten Tofu, gewürzt, kalt, und Dim Sum als Vorspeise, sehr lecker. Dann, da Winter, einen Tontopf mit Schweinefleisch, wobei dieser zwar sehr schmackhaft gewürzt, die Fleischqualität aber nicht so toll war. Das 2. Hauptgericht war Huhn in rotem Curry, ich dachte, es wäre anders als beim Thai zubereitet, da es auch als Spezialität des Hauses angepriesen wurde, war aber leider nicht der Fall, die Umsetzung war aber trotzdem gut.
Der Laden ist sicher nicht der beste Chinese der Stadt, aber durchaus ungewöhnlich und probierwürdig.

Dieffenbachstr. 18, 10967 Berlin, 030 69814658

www.tangs-kantine.de


Kinloch Lodge

Von wegen, man kann in Schottland nicht gut essen, mit einiger Recherche wird eine Reise dorthin zum Gourmet-Trip. Ein Highlight ist die Kinloch Lodge auf der schönen Insel Sky.

Urlaub1 157

Ein Traum von einem Herrenhaus, man wartet nur noch auf Miss Marpel. Das Problem, das Restaurant ist Wochen im vorraus ausgebucht, Verzweiflung! Wir wollten aber unbedingt rein und behaupteten, wir hätten reserviert. Uns wurde auch ein Tisch gezeigt, der nach dem Sherry  im Kaminzimer der unsere sein sollte. Wir plauderten nett mit einem älteren Ehepaar, als man feststellte, wir wären gar nicht auf der Reservierungsliste. Wir konnten uns den Fehler gar nicht erklären:-) Nach einigem Hin und Her bot das Ehepaar an, mit uns den Tisch zu teilen, alle waren glücklich, wir besonders. Als Danke für die Kooperation bekam der ganze Tisch Champagner. Das Essen hat den Aufriss gelohnt: Langusten und Jakobsmuscheln in Safransauce mit Jakobsmuschelschaum, Wachtel mit Honig-Mousse, Ente mit Black-Pudding und Birne, Tarte Tatin und eine geniale Käseauswahl u.a. mit Stilton und Süßwein, alles in gediegener Landhausatmosphäre. Ein Traum!

Isle of Skye, Highlands and Islands IV43 8QY, +44 1471 833269


Commerc24

24. Februar 2009
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Leider kann ich mir das El Bulli noch nicht leisten, bzw. hat der Laden ja auch die Hälfte des Jahres zu und man bekommt erst einen Tisch, wenn die Geschmacksnerven schon abgestorben sind.
Eine sehr tröstliche Alternative bietet das Commerc24 in Barcelona im hippen Ausgehviertel Born. Der Koch, Abellon, hat nämlich bei Feran Adria gelernt, und das Ergebnis ist ganz köstlich. Lauter Tapas stehen auf der Karte, aber natürlich keine normalen, es gibt Tunfisch-Pizza-Sashimi, Popkorn mal ganz anders, Melone mit Schinken, ebenso. Das alles ist molekular angehaucht, aber immer mit einem sehr ungewöhnlichen Twist.
Wir wählten das Tapasmeü, sehr kreativ und total bezahlbar, 52 €!!, unglaublich, man sollte reservieren, dies ist aber definitiv einfacher als im El Bulli.

commerc 24, 08003 Barcelona, +34 93 319 2102

http://www.carlesabellan.com/english/index.html


Two Fat Ladys

Allein der Name zog mich an, Ähnlichkeiten mit der Autorin sind natürlich rein zufällig. Ein winziges Restaurant in einer trendigen Gegend von Glasgow, man muss unbedingt reservieren. Die Küche ist auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert, aber bereitet sie sehr kreativ und innovativ zu. So gab es Jakobsmuschels mit Chili und Koriander, Heilbutt mit Haloumi und Pinienkernen und als Nachtisch sollte man unbedingt die große Dessertplatte nehmen, bombastisch, 3 Varianten Creme Brulee, Erdbeer-Baiser, Schokotörtchen mit heißer Schokolade innen, hmmmm. Der Name ist Programm!

88 Dumbarton Road, Glasgow G11 6NX , +44 1413 391944


Ritz Carlton Berlin

18. Dezember 2008
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Das Ritz Carlton ist meine Lieblingshotelkette, so guten Service gibt es nirgends auf der Welt, man fühlt sich so willkommen, umsorgt und wohl, fast wie unter Freunden. A home away from home. Leider kann ich mir dieses Hotel nur sehr selten leisten. Aber es gab einen Kochwechsel im Restaurant Vitrum, und Herr Otto wurde gleich mit einen Michelinstern gekrönt, das galt es zu probieren. Nun sind wir nach Charlie Trotter in Chicago Kitchen Table Fans und das gibt es auch hier. Man kann also den ganzen Abend in der Küche verbringen, und dem Sternekoch über die Schulter gucken. Man muss einfach anrufen und reservieren, und schon ist in der Küche für einen gedeckt.

Wir wurden von der ganzen Mannschaft begrüßt, einschließlich des Sommeliers, der uns nach 5 Jahren, damals war er im Margaux, wiedererkannte, wow! Auf einer Kochmütze stand das Menü. Es gab: Varianten vom Hummer, u.a. Hummereis, Steinbutt mit Austerngel, Rotbarbe mit Calamaretti, Curry-Eintopf mit 5 Wochen alten Spanferkeln (die armen, war aber super), Risotto mit Trüffeln, Rehbockrücken und Passionsfruchkreationen mit Schokolade. 

Die Küche ist kreativ, ohne den letzen Hype mitzumachen, es gibt neue Geschmackserlebnisse, ohne dass der Gaumen überfordert wird, sehr entspannend, und man konnte eben zuschauen wie die Werke wachsen und gedeihen. Das Ritz Carlton ist meine Lieblingshotelkette, so guten Service gibt es nirgends auf der Welt, man fühlt sich so willkommen, umsorgt und wohl, fast wie unter Freunden. A home away from home. Leider kann ich mir dieses Hotel nur sehr selten leisten. Aber es gab einen Kochwechsel im Restaurant Vitrum, und Herr Otto wurde gleich mit einen Michelinstern gekrönt, das galt es zu probieren. Nun sind wir nach Charlie Trotter in Chicago Kitchen Table Fans und das gibt es auch hier. Man kann also den ganzen Abend in der Küche verbringen, und dem Sternekoch über die Schulter gucken. Man muss einfach anrufen und reservieren, und schon ist in der Küche für einen gedeckt. Wir wurden von der ganzen Mannschaft begrüßt, einschließlich des Sommeliers, der uns nach 5 Jahren, damals war er im Margaux, wiedererkannte, wow! Auf einer Kochmütze stand das Menü. Es gab: Varianten vom Hummer, u.a. Hummereis, Steinbutt mit Austerngel, Rotbarbe mit Calamaretti, Curry-Eintopf mit 5 Wochen alten Spanferkeln (die armen, war aber super), Risotto mit Trüffeln, Rehbockrücken und Passionsfruchkreationen mit Schokolade. Das wurde alles unglaublich gut umgesetzt. Die Küche ist kreativ, ohne den letzen Hype mitzumachen, es gibt neue Geschmackserlebnisse, ohne dass der Gaumen überfordert wird, sehr entspannend, und man konnte eben zuschauen wie die Werke wachsen und gedeihen. Bei der gesamten Küchenmannschaft hat man den Eindruck, sie hätten einen Traumjob. Sie wirken so begeistert und können ihre Arbeit so empatisch und kompetent vermitteln, dass man am liebsten gleich anfangen möchte, dort zu arbeiten. Sehr gerne würde ich auch bei dem Sommelier in Lehre gehen, wir bekamen sehr aufregende Weine, die zum Essen eine Offenbarung wurden, die uns so liebevoll erklärt wurden, wie ich es noch nie erlebt habe. Dieser Abend hat unendlich glücklich gemacht! Bei der gesamten Küchenmannschaft hat man den Eindruck, sie hätten einen Traumjob. Sie wirken so begeistert und können ihre Arbeit so empatisch und kompetent vermitteln, dass man am liebsten gleich anfangen möchte, dort zu arbeiten. Sehr gerne würde ich auch bei dem Sommelier in Lehre gehen, wir bekamen sehr aufregende Weine, die zum Essen eine Offenbarung wurden, die uns so liebevoll erklärt wurden, wie ich es noch nie erlebt habe. Dieser Abend hat unendlich glücklich gemacht!

Nachruf (Juni 2009): Leider gibt es das Vitrum nicht mehr. Ich bin sehr traurig!

Potsdamer Platz 3, im Hotel Ritz-Carlton, 10785 Berlin


Hakkasan

6. September 2008
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In London kann man unglaublich gut ethnologisch essen, kein Wunder also, dass sich hier einer der wenigen Dim Sum Chinesen mit Michelin-Stern befindet, und das zu Recht. Solche Dim Sums hatte ich noch nie, wie kostbare Kunstwerke, eigentlich wollte man sie gar nicht essen, aber doch, ja, immer mehr, hmmmm.
Das Desing des Ladens ist auch sternewürdig, hallenartig, mit vielen Säulen, dunkel, aber tolle Beleuchtungselemente.
Das Publikum ist entsprechend sehr trendig, edel und cool, passend zur location. Das waren wir nicht, aber fanden es trotzdem ganz toll.

8 Hanway Place, Covent Garden, London W1T 1HF,  +44 8712 238002


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