Lady Delicious

Kyubey Tokyo

Kyubey ist eines der bekanntesten Sushi Restaurants Tokyos, aber deswegen trotzdem nicht leicht aufzufinden. Trotzdem es an der Ginza liegt, fanden wir es erstmal nicht. In Tokyo gibt es keine richtigen Hausnummern und wenn, sind die Nummern nach dem Alter der Häuser vergeben.

Sushi
Wir fragten also verzweifelt und ein freundlicher Herr erbot sich, mit seinem Handy das Restaurant anzurufen. Darauf hieß er uns zu warten und keine 5 min. später eilte der Chefkoch persönlich herbei, um uns hinzuführen, unglaublich. Wir waren die einzigen Nicht-Asiaten und wurden neugierig beäugt, wie uns denn die diversen Fische munden würden. Wir lernten, dass man Sushi keines Falls mit dem Reis in die Soja-Sauce tunkt, sondern den daraufliegenden Fisch nur kurz mit selbiger benetzt, dass man auf bestimmte Fischsorten nur Zitrone träufelt, auf wieder andere nur ein wenig Salz, dass Ingwer zum Neutralisieren da ist und vieles mehr. Wir, die Sushi-Meister und die anderen Gäste hatten sehr viel Spaß. Ein großartiger Abend mit großartigem Sushi.

Ginza 7-8, 8 chome chuo-ku, Tōkyō

http://www.kyubey.jp/

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Gonpachi

Beim Gonpachi handelt es sich in etwa um das Hofbräuhaus auf japanisch. Das Restaurant besteht aus einer riesigen Halle, in der Mitte stehen die Köche und grillen, kochen und schreien, was, habe ich nicht verstanden, ach.
Die Einrichtung ist wie in Shoguns Zeiten, alles ist aus Holz, man sitzt am Boden, teilweise in kleinen Separees. Das Essen ist durchschnittlich, aber für das Spektakel lohnt es sich.
Das dachte sich wohl auch Tarantino, denn er hat die Schlachte-Restaurant-Szene für Kill Bill I hier gedreht. Der amerikanische Präsident war daraufhin auch zu Gast. Also, wichtig, wichtig. Das sonstige Publikum besteht, wie sollte es anders sein, zu einem großen Anteil aus Touristen.

Roppongi, Tōkyō

www.global-dining.com

 


Tenmo

Das wirklich allerbeste Tempura meines Lebens. Das Restaurant mitten in Tokyo ist in einem winzigen alten Häuschen untergebracht, in welchem die Restaurantinhaber auch wohnen. Es ist schwer aufzufinden inmitten all der Hochhäuser, schließlich führte uns ein sehr freundlicher Eingeborener direkt in diese versteckte, altmodische Oase. Wenn man das Lokal betritt, fühlt man sich ins Japan des 19 Jhd. versetzt. Schon die Reservierung war fast aus dieser Zeit (sollte man unbedingt tun, es verfügt nur über 10 Plätze): Es gibt keine homepage und die Inhaber sprechen so gut wie kein englisch. Ich wollte für den 2. Mai reservieren, auf japanisch Ja bedeutet Hai, so entspann sich eine etwas bizarre Konversation: Mai, Hai, Mai, Hai….aber irgendwie hat es geklappt. Also, man sitzt an einem Tresen und vor einem bereitet die ganze Familie Tempura. Es gibt ausschließlich ein einziges Tempura-Menü dort zu essen. Kunstwerke aus Gemüse, Fisch und Garnelen werden in einer leichten Panade, die nur das Familienoberhaupt herstellen darf, gewendet und dann in einem Wok fritiert. Das Ergebnis wird dann in Tentsuyu, eine hellbraune Sauce mit geriebenen Rettich, getaucht, oder mit Salz bestreut. Zum Abschluss gibt es grünen Tee, und man muss wieder hinaus in die schnöde Welt.

Nihonbashi-Honcyo 413, Chuo-ko, Tōkyō


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    Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen

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