Lady Delicious

Pret a diner

Berlin hat endlich ein Restaurant, was mit New York mithalten kann, leider nur für 6 Wochen, dann ist es wieder weg. In der alten Münze im Rahmen der fashion week ist dieses Provisorium entstanden. Man geht durch unterirdische Gänge, durch Tresorräume, begleitet von Kerzenschein, um dann in einer coolen  Bar mit ganz vielen, leider leeren Champagner-Flaschen zu landen. Leider ist die Bar auch kalt, aber wir mussten nicht lange warten, um in die heiligen Hallen gelassen zu werden. Um dort allerdings hinzugelangen, ist einiger virtueller Aufwand nötig. Im Internet muss man ein Passwort beantragen, dieses wird einem einige Tage später zugesand, erst dann kann man einen Tisch reservieren. Aber die Mühe hat sich gelohnt: Das Restaurant empfängt in Kerzenschein, mit designten provisorischen Möbeln, hier ist es auch warm und geradezu gemütlich. Das Publikum ist hipp, aber schon eher über 30, der Service erstaunlicherweise null schnöselig sondern extrem freundlich.
Nun zum Essen: 3 x 2 Wochen kochen teilweise besternte Köche aus Frankfurt, Berlin und Hamburg ein dreigängiges Menü für 39€. Wir versuchten gleich den ersten Koch. Es gab: Bachsaibling mit Wasserkressemousse und geraspelten Pumpernickeln, die in Pulpotinte geschwärzt wurden, dann folgte Romanesko mit Fichte, und ein fantastischer Hauptgang, butterweiches, rose gebratenes Lamm mit Petersilienschaum. Zum Nachtisch probierte ich noch diverse köstliche Schokoladenvariationen.
Das alles hat mir so gut gefallen, dass ich wohl auch noch die anderen Köche testen muss, es bleiben nur noch 4 Wochen!

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Basim

19. März 2010
4 Kommentare

Östlich der Prenzlauer Allee tut sich was. Neben dem hier schon beschriebenen Femminamorta hat seit neuestem das Restaurant Basim eröffnet. In schönen Altbauräumen bei edel-schlichtem Ambiente bekommt man ambitioniertes zu speisen. Die Auswahl ist international, es gab eine Terrine von Ratatouille-Gemüse, Bulgur mit gefüllter Zucchini-Blüte und bretonische Seezunge mit Meerrettich-Rote Beete Schaum. Es folgten eine variantenreiche Käseauswahl und Zimtbällchen mit Zwetschgen. Alles war sehr lecker, dazu gibt es 6 offene Weine, die man auch vorher probieren durfte, und Flaschenweine zu durchaus zivilen Preisen um 22 €. Das Essen ist nicht unbedingt preiswert für die Gegend, aber jeden Cent wert. Menuangebote gab es leider noch nicht, aber das kann ja noch kommen. Für die Gegend ist das Restaurant ein definitiver Gewinn.

Restaurant Basim
Immanuelkirchstr 7 / Ecke Winsstr.65
10405 Berlin
030-40056821


Filet Stück

7. Oktober 2009
2 Kommentare

Fleisch, Fleisch, Fleisch!!!! Vegetarier haben hier nichts zu suchen. Macht nichts, ich bin keiner. In der Auslage kann man schon das ganze Fleisch bewundern, was einem dann bereitet wird, gaaaaanz köstlich. Die sehr freundliche Bedinung  riet zu Donald Russel Filet aus Irland. Wir folgten diesem Rat.  Nach einer Vorspeisenplatte mit Lardo, pures Fett, hmmmmm, wurde dann unter unserer Aufsicht das Steak bereitet, man kann nämlich in die Küche schauen, ich liebe das. Der arme Koch fühlt sich sicher wie im Aquarium:

Bar Convent 024

Dazu gab es Annakartoffeln, Rosmarienkartoffeln, Bohnen und eine eigene Sauce. Das Fleisch war extrem zart und auch wirklich medium gebraten, eher in Richtung rar, aber auf keinen Fall zu gar, was manchmal in deutschen Lokalen passiert. Einziges Manko, aber das  ist sicher sehr subjektiv: Ich bin kein so großer Fan von Lavagrill, ich mag das räucherige Aroma eines richtigen Holzkohlegrills lieber, ja, und der Preis, ganz billig war der Abend nicht, aber wir haben, zugegen, auch Ruinard rose Champagner getrunken, sehr lecker, was steht sowas auch auf der Karte!

Bar Convent 026

http://www.filetstueck-berlin.de/

Schönhauser Allee 45, 10435 Berlin, 030-48820304


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Mesa

Das Hyatt hat ein neues Restaurant. Aus dem ehemaligen Bistro ist eine Tapas-Bar geworden, aber nicht im klassischen Sinne. Es gibt quer Beet aus der ganzen Welt lauter kleine Gerichtchen für ca. 5-6 € pro Portion. Das Ganze ist zum Teilen gedacht, also sollte man mindestens zu zweit hingehen. Es gibt z.B. Tunfischtartar mit Trüffelschaum (tatsächlich ohne Trüffelöl, LOB), Linsensuppe, butterweichen Pulposalat, Apple-Crumble und unzählige weitere Häppchen. Das Konzept beinhaltet einen ständigen Wechsel der Speisen, so dass man getrost wieder kommen kann.

Fress-Bilder 1 005

Der Service ist sehr, manchmal schon etwas übertrieben, aufmerksam, aber der Laden ist neu und man ist sehr bemüht um die Kunden. Wir durften alle offenen Weisweine kosten (es gab 4), weil wir uns nicht entscheiden konnten, und diese Geste war wirklich nett. Wir entschieden uns für einen Sauvignon Blanc aus Südafrika, der sowohl fruchtige als auch mineralische Noten hatte. Ansonsten ist die Weinkarte recht umfangreich und auch noch bezahlbar. Die Atmosphäre ist modern, aber nicht ungemütlich, man kann sich aussuchen, ob man auf Barhockern an längeren Tischen sitzen möchte oder aber auf normaler Höhe an normalen Tischen. Man hat Einblick in die Küche, die offen ist, was ich immer sowohl sehr interessant als auch beruhigend empfinde. Alles in allem eine Bereicherung für den Potsdamer Platz und endlich eine Möglichkeit mehr, nach dem Kino dort noch was Essbares zu finden

Marlene-Dietrich-Platz 2, im Grand Hyatt Berlin, 10785 Berlin, 030 2553 1572

http://www.mesa-restaurant.de/


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Ritz Carlton Berlin

18. Dezember 2008
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Das Ritz Carlton ist meine Lieblingshotelkette, so guten Service gibt es nirgends auf der Welt, man fühlt sich so willkommen, umsorgt und wohl, fast wie unter Freunden. A home away from home. Leider kann ich mir dieses Hotel nur sehr selten leisten. Aber es gab einen Kochwechsel im Restaurant Vitrum, und Herr Otto wurde gleich mit einen Michelinstern gekrönt, das galt es zu probieren. Nun sind wir nach Charlie Trotter in Chicago Kitchen Table Fans und das gibt es auch hier. Man kann also den ganzen Abend in der Küche verbringen, und dem Sternekoch über die Schulter gucken. Man muss einfach anrufen und reservieren, und schon ist in der Küche für einen gedeckt.

Wir wurden von der ganzen Mannschaft begrüßt, einschließlich des Sommeliers, der uns nach 5 Jahren, damals war er im Margaux, wiedererkannte, wow! Auf einer Kochmütze stand das Menü. Es gab: Varianten vom Hummer, u.a. Hummereis, Steinbutt mit Austerngel, Rotbarbe mit Calamaretti, Curry-Eintopf mit 5 Wochen alten Spanferkeln (die armen, war aber super), Risotto mit Trüffeln, Rehbockrücken und Passionsfruchkreationen mit Schokolade. 

Die Küche ist kreativ, ohne den letzen Hype mitzumachen, es gibt neue Geschmackserlebnisse, ohne dass der Gaumen überfordert wird, sehr entspannend, und man konnte eben zuschauen wie die Werke wachsen und gedeihen. Das Ritz Carlton ist meine Lieblingshotelkette, so guten Service gibt es nirgends auf der Welt, man fühlt sich so willkommen, umsorgt und wohl, fast wie unter Freunden. A home away from home. Leider kann ich mir dieses Hotel nur sehr selten leisten. Aber es gab einen Kochwechsel im Restaurant Vitrum, und Herr Otto wurde gleich mit einen Michelinstern gekrönt, das galt es zu probieren. Nun sind wir nach Charlie Trotter in Chicago Kitchen Table Fans und das gibt es auch hier. Man kann also den ganzen Abend in der Küche verbringen, und dem Sternekoch über die Schulter gucken. Man muss einfach anrufen und reservieren, und schon ist in der Küche für einen gedeckt. Wir wurden von der ganzen Mannschaft begrüßt, einschließlich des Sommeliers, der uns nach 5 Jahren, damals war er im Margaux, wiedererkannte, wow! Auf einer Kochmütze stand das Menü. Es gab: Varianten vom Hummer, u.a. Hummereis, Steinbutt mit Austerngel, Rotbarbe mit Calamaretti, Curry-Eintopf mit 5 Wochen alten Spanferkeln (die armen, war aber super), Risotto mit Trüffeln, Rehbockrücken und Passionsfruchkreationen mit Schokolade. Das wurde alles unglaublich gut umgesetzt. Die Küche ist kreativ, ohne den letzen Hype mitzumachen, es gibt neue Geschmackserlebnisse, ohne dass der Gaumen überfordert wird, sehr entspannend, und man konnte eben zuschauen wie die Werke wachsen und gedeihen. Bei der gesamten Küchenmannschaft hat man den Eindruck, sie hätten einen Traumjob. Sie wirken so begeistert und können ihre Arbeit so empatisch und kompetent vermitteln, dass man am liebsten gleich anfangen möchte, dort zu arbeiten. Sehr gerne würde ich auch bei dem Sommelier in Lehre gehen, wir bekamen sehr aufregende Weine, die zum Essen eine Offenbarung wurden, die uns so liebevoll erklärt wurden, wie ich es noch nie erlebt habe. Dieser Abend hat unendlich glücklich gemacht! Bei der gesamten Küchenmannschaft hat man den Eindruck, sie hätten einen Traumjob. Sie wirken so begeistert und können ihre Arbeit so empatisch und kompetent vermitteln, dass man am liebsten gleich anfangen möchte, dort zu arbeiten. Sehr gerne würde ich auch bei dem Sommelier in Lehre gehen, wir bekamen sehr aufregende Weine, die zum Essen eine Offenbarung wurden, die uns so liebevoll erklärt wurden, wie ich es noch nie erlebt habe. Dieser Abend hat unendlich glücklich gemacht!

Nachruf (Juni 2009): Leider gibt es das Vitrum nicht mehr. Ich bin sehr traurig!

Potsdamer Platz 3, im Hotel Ritz-Carlton, 10785 Berlin


Man Ray

12. Dezember 2008
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So ein Desaster hatte ich schon lange nicht mehr. Dabei kannte ich den ,leider inzwischen ehemaligen, Besitzer, und der kocht wirklich gut, aber seit 6 Wochen ist er nicht mehr dabei. Also, frohen Mutes lasen wir die ansprechende Speisekarte, und bestellten erst einmal als Aperitiv Champagner. Wie wir nach einer ziemlichen Weile erfuhren, war dieser ausgetrunken, man bot uns stattdessen Cremant an, obwohl noch ein weiterer Champagner auf der Karte stand, anyway. Wir bestellten Steinpilzrisotto und Tortellini. So ein grauenhaftes Risotto hatte ich, glaube ich, noch nie. Es war leider zu Babybrei mutiert, so zahnlos bin ich noch nicht, auch die Tortellini waren leider versalzen und in Petersilie ertränkt. Wir beschwerten uns. Es folgte eine umfassende Erklärung, dass der unfähige Koch heute Mittag gefeuert worden wäre, der hätte aber noch das Risotto vorbereitet usw. (Seit wann bereitet man Risotto nicht frisch???).Wir warteten hoffnungsfroh auf die Hauptspeisen vom NEUEN Koch. Der Seewolf war aus, das erfuhren wir erst jetzt, o.k., also Steak und Tunfisch. Der Tunfisch war DURCHGEBRATEN, obwohl ich vorher 1000 x gefragt hatte, ob er auch wirklich innen roh und nur ganz kurz in der Pfanne gewendet würde.
Das Steak ging, aber für 25 € total überteuert, da geh ich lieber ins Grill Royal, trotz Schnöselservice. So, also ich ließ den Tunfisch zurückgehen um 5 Minuten später wieder einen durchgebratenen Tunfisch zu bekommen, ich war verzweifelt! Ich verkündete, ich würde es jetzt aufgeben, und schlug vor, auch diesen Koch zu feuern. Darauf kam nach 5 Minuten ein besser, sprich roherer Tunfisch, aber ohne Beilagen, Sauce etc. Ich fragte verwundert, was das solle. Ja, sie wollten nur zeigen, dass sie das mit dem Tunfisch hinbekämen (toll, im 3.Anlauf).
Und jetzt kommt das Beste: Der Tunfisch stand auf der Rechnung! Erst nach einer Bemerkung meinerseits, ich wäre sicher, sie hätten den Tunfisch nicht auf die Rechnung setzten wollen, wurde er von selbiger heruntergenommen. Dann durften wir endlich gehen, hungrig und unglücklich.

Choriner Str. 72, Ecke Zionskirchstr., 10119 Berlin, 030 509 19 509

www.barmanray.de


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