Lady Delicious

Dos Palillos

9. April 2010
7 Kommentare

Berlin hat eine Neuentdeckung zu bieten,  Dos Pallilos, zwei Stäbchen, heißt das Restaurant im Hotel Casa Camper und überrascht mit einem Konzept, was es bisher in der Hauptstadt nicht gab. Es ist das zweite Restaurant eines Küchenchefs aus Barcelona, Albert Raurich, der bei Ferran Adria, dem Molekularguru, gelernt hat. Man sitzt an einem langen Tresen wie in einer Bar und kann den vielen Köchen zuschauen, wie sie unendlich viele kleine Köstlichkeiten zubereiten. Eigentlich bekommt man Tapas, aber asiatische. Man kann zwischen einem 12- und einem 16-Gang Menü wählen (45 € o. 60 €), und bekommt die entsprechende Anzahl von Häppchen. Das Prinzip läuft darauf hinaus, dass man sich alles teilt, also eigentlich von einem Tellerchen ißt. Nur kein Futterneid, man wird satt. Es gab: Karamelisierte Walnüsse, gebackene Wantans, jap. Salat mit Reisessig mariniert, vietnamesische Sommerrollen, Seeteufelleber in Ponzusauce, Onsenei, bei 63 Grad 30 min gegart, Tempura von Lotuswurzeln, Dumplings, selbstzurollende Maki, Gyoza, Tintenfischgemüse, Burger mit Ingwer, kantonesische Rippchen, und 2x Dessert. Alles hatte einen ungewöhnlichen Twist und war super lecker. Dazu gibt es eine gute Weinauswahl und phantastische Cocktails.

http://www.casacamper.com/berlin/dining/dospalillos-de.html
Weinmeisterstr.1, 10178 Berlin, 030-20003413


Veröffentlicht in Asiatisch
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Ma – Tim Raue

19. Juli 2009
1 Kommentar

Das Ma hat seit dieser Woche Mittagstisch. Unbedingt hingehen, super Preis-Leistungs-Verhältnis. 4-Gänge kosten 48€, aber Vorsicht, nicht mal eben viel Wasser und Wein bestellen, dann ist es vorbei mit dem Schnäppchen.
Wir waren die allerersten Lunchgäste überhaupt, was uns mit einem Glas Champagner gelohnt wurde, sehr aufmerksam, so wie der ganze Service überhaupt.
Zum Essen: 1. Amuse Gueule 4 kleine Schälchen mit in Ahornsirup kandierten Nüßchen, Feldsalat in scharfer Sesam-Sauce, eingelegter Rettich und Lotus-Kräcker in Kräuterdip; 2. Amuse Gueule. Seitling, umwickelt mit Gelee aus Guavensaft, dazu Zitronenschaum; 3. Amuse Gueule: Asiatisches Süppchen mit Pilzen und Seegurke.
Vorspeise: in Pfeffer marinierte Makrele, dazu Mousse von der Entenstopfleber; 1.Hauptgang: Kabeljau mit Sellerie und Apfel, dazu Austernschaum und Spinatcreme. 2.Hauptgang: Kalbskamm mit Roter Beete. Alles wirklich fantastisch, der Fisch und das Fleisch zerflossen auf der Zunge, im Gaumen gab es Geschmacksexplosionen auf Grund sehr ungewöhnlicher Würzung, wirklich köstlich.

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Dessert: Schokoladenmousse, dazu eine Creme aus Mango und einer exotischen Frucht aus Mauritius, deren Namen ich vergessen habe.
Denn beim Dessert war ich ein wenig abgelenkt. Auf mein Bitten durften wir es nämlich in den heiligen Hallen der Küche einnehmen, hurra. Tim Raue nahm sich wirklich Zeit, uns 1000 Dinge zu erklären, z.B. dass der Kabeljau bei 55 Grad gegart wird, damit das Eiweiß nicht denaturiert, dass unser Kalbskamm 12 h bei 71 Grad gegart wurde, dass der Fisch morgens noch lebte, weil er in einem extra nur für das Ma angefertigtem Bassin so lange schwimmt, bis er die hungrigen Mäuler springen soll. Ich habe die Küche viel schlauer und völlig fasziniert verlassen.
Solche Lunchpausen sollte man sich häufiger gönnen.
Abends ist der Laden auch durchaus zu empfehlen, nur dann leider “etwas” teurer, obwohl, auch da habe ich keinen Cent bereut.

Behrenstraße 72, 10117 Berlin

http://www.ma-restaurants.de


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