Das Restaurant Alvis im Hotel Albrechts Hof liegt in Mitte unweit der Friedrichstraße, aber jenseits der Massenströme, in einer ruhigen Seitenstraße. Das Haus blickt auf eine lange Tradition zurück, besteht schon seit 100 Jahren und beherbergte sogar schon Martin Luther King.

Die Speisen sind auch recht traditionell, wenn auch mit einem gewissen Twist. Man besinnt sich hier auf Brandenburger Spezialitäten, die man modern interpretiert . Das gelingt zu weilen, aber nicht immer. Das Pilzsüppchen als erster Gang des Dezembermenüs schmeckte gut, die Pilze waren frisch und variantenreich, die Suppe cremig. Das Problem stellte der Hauptgang dar, die Galantine von der Ente, eine in Brühe gekochte Rollpastete, war trocken, die Kartoffeln mehlig und der Wirsing mit Speck überwürzt. Der Nachtisch hingegen, selbst gemachtes Mirabellenkompott mit Cassis Eis, versöhnte wieder.

Der Service war freundlich, die Weinauswahl überzeugend. Alles in allem sicher eine Möglichkeit, mal in Mitte abseits der Szene solide und bezahlbar essen zu gehen.
http://www.alvis-restaurant.de/de/das-restaurant.html
Der Kudamm wird 125 Jahre alt, happy birthday!
Zu diesem Anlass veranstaltet die Autorin dieses Blogs einen kulinarischen Rundgang rund um den Kudamm zwischen Currywurst und Kempinski.
Auf der Führung wird auf diverse Restaurants, Cafes, Bars und Feinschmeckerläden hingewiesen, dabei aber auch auf die kulturhistorische Situation rund um den Kudamm eingegangen.
Es werden kleine versteckte Lokalitäten, kulinarische Geheimtipps, aber auch Bekanntes gezeigt, inklusive diverser Verkostungen, die ca. einer Mahlzeit entsprechen. Der Rundgang dauert 3h und kostet 35€.
Näheres unter www.delicioustours.de
Ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Damit die Blogautorin nicht nur online existiert, sondern der Nachwelt auch in Papierform erhalten bleibt, gibt es jetzt ein Buch über kulinarische Besonderheiten in Berlin für Eingeborene oder auch Neulinge in der Stadt.
Rund 200 Restaurants, Bars, Cafes, Märkte, Geschäfte, Kantinen und Imbisse werden vorgestellt.
Nie wieder Hunger!
Alle Jahre wieder versammelt sich das Berlinalevolk in Berlin und as usual auch im Grill Royal, the place zum sehen und gesehen werden, in meinem Fall wohl eher ersteres,
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Man sollte unbedingt reservieren, sonst ist es recht schwer, die heiligen Hallen zu betreten. Aber die Mühe lohnt sich, vor allem wegen der Steaks. Schnell vergisst man all die Stars und Sternchen, wenn so ein Porterhouse-Steak vor einem liegt. Vorher kann man es noch in der Vitrine bewundern, in welcher es lagert oder zuschauen, wenn es gebraten wird, die Küche ist zu meiner Freude verglast und das ist besser als jedes Kino. Es gibt Wagyu-Beef, dry-aged american prime cut, alles was den Steakfreund in Begeisterung versetzt und kurzzeitig den Flug nach New York spart.
Mein favorite ist das schon erwähnte Porterhouse, was man zu zweit isst, man sollte sich also keine vegane Begleitung suchen (wer will das auch), medium rare lacht es einen an und zerfließt auf der Zunge, hinterlässt dabei leckere Grillaromen und ergänzt sich hervorragend mit der köstlichen Sauce Bernaise und streichholzdünnen Pommes. Da lässt man doch glatt den nächsten Film verstreichen und bestellt noch ein Dessert.
Berlin hat endlich ein Restaurant, was mit New York mithalten kann, leider nur für 6 Wochen, dann ist es wieder weg. In der alten Münze im Rahmen der fashion week ist dieses Provisorium entstanden. Man geht durch unterirdische Gänge, durch Tresorräume, begleitet von Kerzenschein, um dann in einer coolen Bar mit ganz vielen, leider leeren Champagner-Flaschen zu landen. Leider ist die Bar auch kalt, aber wir mussten nicht lange warten, um in die heiligen Hallen gelassen zu werden. Um dort allerdings hinzugelangen, ist einiger virtueller Aufwand nötig. Im Internet muss man ein Passwort beantragen, dieses wird einem einige Tage später zugesand, erst dann kann man einen Tisch reservieren. Aber die Mühe hat sich gelohnt: Das Restaurant empfängt in Kerzenschein, mit designten provisorischen Möbeln, hier ist es auch warm und geradezu gemütlich. Das Publikum ist hipp, aber schon eher über 30, der Service erstaunlicherweise null schnöselig sondern extrem freundlich.
Nun zum Essen: 3 x 2 Wochen kochen teilweise besternte Köche aus Frankfurt, Berlin und Hamburg ein dreigängiges Menü für 39€. Wir versuchten gleich den ersten Koch. Es gab: Bachsaibling mit Wasserkressemousse und geraspelten Pumpernickeln, die in Pulpotinte geschwärzt wurden, dann folgte Romanesko mit Fichte, und ein fantastischer Hauptgang, butterweiches, rose gebratenes Lamm mit Petersilienschaum. Zum Nachtisch probierte ich noch diverse köstliche Schokoladenvariationen.
Das alles hat mir so gut gefallen, dass ich wohl auch noch die anderen Köche testen muss, es bleiben nur noch 4 Wochen!
Tim Raue hat sich selbständig gemacht, endlich, der Kolibri, aus dem Käfig entflogen, ist Logo des Restaurants und zugleich Symbol der Freiheit. Zurück zu seinen Wurzel hat er das Restaurant in Kreuzberg eröffnet. Die Einrichtung ist chic, aber nicht steif, hell, offen. Das Servicepersonal wurde vom Ma gleich mitgenommen, so dass es diesbezüglich keine großen Veränderungen gibt. Die gibt es jedoch bei den Weinpreisen, die jetzt wesentlich kundenfreundlicher kalkuliert sind. Nun zum Wichtigsten, dem Essen: Auch hier sind wenig Veränderungen zum Ma festzustellen, was durchaus erfreulich ist. Alle Speisen sind als moderne Interpretation der asiatischen Küche zu verstehen und unglaublich gut umgesetzt. Man muss allerdings einen Hang zur Schärfe haben, um die Küche schätzen zu können.
Das Mittagsmenü zählt zu den besten Deals der Stadt. Für 38 € werden drei Gänge auf Sterneniveau angeboten, wobei man auch drei Hauptgänge wählen kann. Zum Anfang fiel die Wahl auf Dim Sums, gefüllt mit Hummer, Karotte und Ingwer, gefolgt von Kabeljau in Sojasud und dann der überragend schmeckenden Pekingente. Alles traumhaft, zum Nachtisch reichte die Zeit leider nicht. Aber es wird sicher bald ein nächstes “Mahl” geben.
Tim Raue
Die Guerilla-Küche ist der neueste Trend in Berlin. Von London und New York kommend hat das Konzept, fremde Leute zu Hause gegen eine Spende zu bekochen auch hier Einzug gefunden. Meist stammen die Veranstalter auch aus eben erwähnten Orten, haben sich aber in Berlin, auch wegen der günstigen Lebenshaltungskosten verliebt. Wenn alles ganz toll läuft mündet so eine Guerilla-Küche in einem Restaurant. Dies ist im Little Otik im Gräfekiez in Kreuzberg geschehen. Nun kann man ganz legal bekocht werden, und das recht ungewöhnlich und lecker: So gab es Russische Eier, Radischen, Schweinebauch mit Pak Choi und Tafelspitzsandwich.
Der Service spricht nur englisch, was einem doch das Gefühl gibt, ein wenig international zu sein. Durchaus einen Besuch wert.
Der Westen Berlins hat viele gute asiatische Resturants zu bieten. Die Uhlandstraße ist einspezielles El Dorado. Hier gibt es jetzt auch einen sehr ahthentischen japanischen Imbiss. Die Gäste sind fast alles Asiaten, wir waren die einzigen Langnasen. Es gibt nur eine kleine Speisekarte und der Laden schließt um 20:00, es ist übrigens wirklich ein Laden, für japanische Spezialitäten. Was gekocht wird, ist ganz köstlich: Udon-Suppe mit selbst gemachten dicken Nudeln, Bento-Box, eine Lunchbox mit gemischtem Inhalt, z.B. eingelegtem Gemüse, Tempura-Garnelen, Seetang und vieles mehr. So ist man wirklich in Japan, ich war letztes Jahr dort, und so sieht ein schneller Lunch aus:


Daruma, Uhlandstr.61, 10719 Berlin, 030-8736131